PageRank

PageRank

PageRank ist ein Google-Algorithmus, der die Bedeutung von Webseiten anhand ihrer Verlinkungen misst - nach wie vor relevant für SEO.

Was ist PageRank?

PageRank ist ein Bewertungsverfahren, das die Bedeutung einer Webseite anhand ihrer Verlinkungen einschätzt. Es war der ursprüngliche Algorithmus, auf dem die Google-Suche aufgebaut wurde, und gilt als eine der wichtigsten Grundideen der Suchmaschinenoptimierung. Das Grundprinzip: Je mehr und je hochwertigere Links auf eine Seite verweisen, desto wichtiger und vertrauenswürdiger gilt sie.

Ein verbreiteter Irrtum: Der Name leitet sich nicht vom englischen "page" (Seite) ab, sondern von Larry Page, einem der beiden Google-Gründer, der das Verfahren gemeinsam mit Sergey Brin Ende der 1990er Jahre an der Stanford University entwickelte.

Die Grundidee: Links als Stimmen

PageRank betrachtet jeden Link von einer Webseite auf eine andere wie eine Stimme oder Empfehlung. Eine Seite, die viele Stimmen erhält, gilt als bedeutender. Entscheidend ist dabei aber nicht nur die Anzahl, sondern auch die Herkunft der Stimmen: Ein Link von einer selbst stark verlinkten, wichtigen Seite zählt deutlich mehr als ein Link von einer unbedeutenden Seite.

Anschaulich gesprochen: Die Empfehlung einer angesehenen Fachzeitschrift wiegt schwerer als die Empfehlung einer beliebigen, unbekannten Quelle. Dadurch entsteht ein System, in dem sich Autorität über das gesamte Verlinkungsnetz des Internets verteilt.

Wie funktioniert PageRank technisch?

Modellhaft beschreibt PageRank das Verhalten eines "zufälligen Surfers", der sich über Links von Seite zu Seite klickt. Die Wahrscheinlichkeit, mit der dieser Surfer auf einer bestimmten Seite landet, entspricht ihrem PageRank. Seiten, die über viele Wege erreichbar sind, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit und damit einen höheren Wert.

In die Berechnung fließt zusätzlich ein sogenannter Dämpfungsfaktor (meist 0,85) ein. Er bildet ab, dass ein Nutzer nicht endlos weiterklickt, sondern irgendwann zu einer zufälligen neuen Seite springt. Wichtig ist auch: Eine Seite gibt ihren PageRank an die Seiten weiter, auf die sie verlinkt. Hat eine Seite viele ausgehende Links, verteilt sich diese weitergegebene Kraft entsprechend auf mehr Ziele.

Der öffentliche PageRank-Wert ist Geschichte

Lange Zeit zeigte Google über die Google Toolbar einen öffentlichen PageRank-Wert auf einer Skala von 0 bis 10 an. Dieser Wert wurde in der SEO-Szene intensiv beobachtet. Google hat ihn jedoch seit 2013 nicht mehr aktualisiert und 2016 vollständig abgeschaltet. Einen öffentlich einsehbaren PageRank gibt es also nicht mehr. Werkzeuge, die heute einen "PageRank" oder ähnliche Autoritätswerte anzeigen, stammen von Drittanbietern und sind eigene Berechnungen, nicht der echte Wert von Google.

Spielt PageRank heute noch eine Rolle?

Ja, allerdings anders als früher. Google hat bestätigt, dass PageRank intern weiterhin Teil des Algorithmus ist. Es ist jedoch nur noch eines von vielen hundert Signalen, die in die Bewertung einer Seite einfließen. In den Anfangszeiten war PageRank ein dominanter Faktor, heute steht er gleichberechtigt neben Inhaltsqualität, Suchintention, technischer Performance und vielen weiteren Aspekten.

Für die Praxis bedeutet das: Der Grundgedanke hinter PageRank, dass hochwertige Verlinkungen die Autorität einer Seite stärken, ist nach wie vor gültig. Gerade deshalb sind Backlinks bis heute ein wichtiger Bestandteil der Offpage-Optimierung.

PageRank und interne Verlinkung

Das Prinzip wirkt nicht nur zwischen verschiedenen Webseiten, sondern auch innerhalb der eigenen. Über die interne Verlinkung lässt sich steuern, wie sich Linkkraft auf der eigenen Seite verteilt. Wichtige Seiten, die häufig intern verlinkt sind, erhalten dadurch mehr Gewicht. Das Verständnis von PageRank hilft also dabei, die eigene Seitenstruktur sinnvoll aufzubauen.

Fazit

PageRank ist das historische Fundament der Google-Suche und benannt nach Larry Page, nicht nach dem Wort "Seite". Es bewertet die Bedeutung einer Webseite anhand der Anzahl und Qualität ihrer eingehenden Links. Der früher öffentlich sichtbare PageRank-Wert existiert nicht mehr, das zugrunde liegende Prinzip ist aber bis heute Teil des Algorithmus und erklärt, warum hochwertige Backlinks und eine durchdachte interne Verlinkung nach wie vor wichtig sind. PageRank ist damit ein gutes Beispiel dafür, wie eine frühe SEO-Grundidee bis in die Gegenwart fortwirkt, auch wenn sie heute nur noch ein Faktor unter vielen ist.

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