Meta-Tags

Meta-Tags

Meta-Tags liefern unsichtbare Infos für Suchmaschinen - wir erklären, welche heute wichtig sind und welche Sie ignorieren können.

Was sind Meta-Tags?

Meta-Tags sind HTML-Elemente, die im Kopfbereich einer Webseite (im <head>) stehen und Informationen über die Seite liefern, sogenannte Metadaten. Sie sind für den Besucher auf der Seite selbst nicht sichtbar, richten sich aber an Browser, Suchmaschinen und andere Systeme, etwa soziale Netzwerke. Vereinfacht gesagt sind Meta-Tags Zusatzinformationen, die im Hintergrund mitteilen, worum es auf einer Seite geht und wie sie behandelt werden soll.

Für die Suchmaschinenoptimierung sind Meta-Tags ein klassisches Thema. Wichtig ist dabei eine differenzierte Betrachtung, denn nicht alle Meta-Tags sind heute noch relevant. Einige beeinflussen die Darstellung in den Suchergebnissen oder das Crawling-Verhalten, andere werden von Google längst ignoriert.

Wo stehen Meta-Tags?

Alle Meta-Tags befinden sich im <head>-Bereich des HTML-Dokuments, also noch vor dem sichtbaren Inhalt. Ein typischer Kopfbereich kann zum Beispiel so aussehen:

<head>
  <meta charset="utf-8">
  <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
  <title>Beispielseite</title>
  <meta name="description" content="Eine kurze Beschreibung der Seite.">
</head>

Die wichtigsten Meta-Tags im Überblick

  • Meta Description: Eine kurze Beschreibung des Seiteninhalts, die häufig als Vorschautext in den Suchergebnissen erscheint. Sie ist kein direkter Rankingfaktor, beeinflusst aber die Klickrate (CTR) und hat einen eigenen Glossar-Eintrag.
  • Meta Robots: Steuert, wie Suchmaschinen mit der Seite umgehen, etwa ob sie indexiert werden soll (index) oder nicht (noindex) und ob den Links gefolgt werden soll (follow oder nofollow). Eines der wichtigsten Meta-Tags für die technische SEO.
  • Meta Charset: Legt die Zeichenkodierung fest (meist utf-8), damit Umlaute und Sonderzeichen korrekt dargestellt werden.
  • Meta Viewport: Sorgt dafür, dass sich die Seite an die Bildschirmgröße anpasst, und ist damit die Grundlage für Responsive Design und die mobile Darstellung.

Das Meta-Robots-Tag genauer betrachtet

Das Meta-Robots-Tag verdient besondere Aufmerksamkeit, da es direkt die Indexierung steuert. Ein Beispiel:

<meta name="robots" content="noindex, follow">

Diese Anweisung sagt Suchmaschinen: Nimm diese Seite nicht in den Index auf, folge aber den Links auf ihr. Wichtig ist der Zusammenhang zur robots.txt: Damit Google ein noindex überhaupt lesen kann, muss die Seite crawlbar sein. Wer sie zugleich per robots.txt sperrt, verhindert, dass die Anweisung gelesen wird. Für Nicht-HTML-Dateien wie PDFs übernimmt der X-Robots-Tag dieselbe Aufgabe.

Der wichtigste Irrtum: das Meta-Keywords-Tag ist tot

Ein hartnäckiger Mythos betrifft das Meta-Keywords-Tag, in das früher die Ziel-Keywords einer Seite eingetragen wurden. Hier ist eine klare Einordnung wichtig: Google ignoriert dieses Tag seit vielen Jahren vollständig. Es hat keinerlei Einfluss auf das Ranking. In der Vergangenheit wurde es massiv für Spam missbraucht, weshalb es längst bedeutungslos ist. Das Befüllen des Meta-Keywords-Tags ist daher reine Zeitverschwendung und kann Mitbewerbern sogar die eigene Keyword-Strategie verraten. Wer noch alte Anleitungen liest, die zu diesem Tag raten, sollte diesen Rat ignorieren.

Meta-Tags für soziale Netzwerke: Open Graph

Eine besondere Gruppe von Meta-Tags steuert, wie ein Link aussieht, wenn er in sozialen Netzwerken geteilt wird. Die bekanntesten sind die Open-Graph-Tags (erkennbar am Präfix og:), die ursprünglich von Facebook eingeführt wurden und heute breit genutzt werden. Sie legen fest, welcher Titel, welche Beschreibung und welches Vorschaubild beim Teilen erscheinen:

<meta property="og:title" content="Titel beim Teilen">
<meta property="og:description" content="Beschreibung beim Teilen">
<meta property="og:image" content="https://www.beispiel.de/bild.jpg">

Auch wenn diese Tags kein direkter Rankingfaktor sind, beeinflussen sie, wie ansprechend ein geteilter Link wirkt, und damit, wie oft er angeklickt wird. Für das Social Media Marketing sind sie daher sehr wertvoll.

Welche Meta-Tags sind heute wirklich wichtig?

  • Wichtig und relevant: Meta Description (für die Klickrate), Meta Robots (für die Indexierungssteuerung), Meta Charset und Meta Viewport (technische Grundlagen) sowie Open-Graph-Tags (für das Teilen).
  • Bedeutungslos: Das Meta-Keywords-Tag.

Eine wichtige Klarstellung am Rande: Der Seitentitel (<title>) ist streng genommen kein Meta-Tag, sondern ein eigenes HTML-Element. Da er ebenfalls im <head> steht und für SEO sehr wichtig ist, wird er aber oft im selben Atemzug genannt.

Fazit

Meta-Tags sind unsichtbare Informationen im Kopfbereich einer Webseite, die Browsern, Suchmaschinen und sozialen Netzwerken mitteilen, worum es auf der Seite geht und wie sie behandelt werden soll. Entscheidend ist, die relevanten von den überholten zu unterscheiden: Meta Description, Meta Robots, Charset und Viewport sowie die Open-Graph-Tags sind heute wichtig, während das Meta-Keywords-Tag völlig bedeutungslos ist. Richtig eingesetzt, sorgen Meta-Tags dafür, dass eine Seite technisch sauber dargestellt, korrekt indexiert, ansprechend in den Suchergebnissen präsentiert und attraktiv in sozialen Netzwerken geteilt wird. Sie gehören damit zu den Grundlagen einer technisch gut aufgestellten Webseite.

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